PSYCHOTHERAPIE

Fasst frischen Mut! So lang ist keine Nacht,
dass endlich nicht der helle Morgen lacht.
(William Shakespeare, 1564-1616)



Psychotherapie ist die Behandlung einer ausgeprägten psychischen Störung, d.h. wenn bestimmte diagnostische Kriterien erfüllt sind. Psychotherapie zielt ab auf eine tiefgreifende Veränderung des Erlebens und Verhaltens und der Einstellungen einer Person. Dies nimmt eine längere Zeitspanne in Anspruch.

Psychotherapie ist angezeigt, wenn eine Reihe von Symptomen vorhanden ist, bei der betroffenen Person über eine längere Periode hoher Leidensdruck besteht und wenn die betroffene Person Schwierigkeiten hat, den normalen Alltag zu bewältigen.Treffen diese Bedingungen zu, so sollte eine Psychotherapie erwogen werden, ggfs. nach Rücksprache
mit einem Arzt und medizinischer Abklärung.

Eine geschulte Fachperson arbeitet mit einer oder auch mehreren Hilfesuchenden in einem geschützten Rahmen unter Schweigepflicht, in aller Regel über einen längeren Zeitraum mit anfangs meist wöchentlichen Sitzungen. Die gemeinsame Arbeit ist geprägt von genauem Zuhören und Wahrnehmen, Einfühlen, Rückfragen, Mitteilen und Üben.
Psychotherapeuten verschreiben keinerlei Medikamente (dies ist Aufgabe von Psychiatern,
die ein Hochschulstudium in Medizin abgeschlossen haben).



Im Laufe des Lebens begegnen uns Höhen und Tiefen, erschütternde Erlebnisse, intensive Eindrücke - und wir machen die unterschiedlichsten Erfahrungen. Zu jedem Leben gehören Krisenzeiten sowie emotionale und seelische Tiefpunkte (persönliche, berufliche, familiäre Krisen, gesundheitliche Einschränkungen, Alterungsprozesse u.ä.)

Manchmal reichen unsere psychischen Schutzmechanismen (wie Verdrängung, Verleugnung, Kompensation und dgl.) nicht mehr aus oder sie binden enorm viel Lebensenergie – zu viel. Energielosigkeit, Niedergeschlagenheit, Konzentrationsschwäche und ähnliches sowie diverse Körpersymptome sind oft Anzeichen, dass unser seelisches Gleichgewicht massiv bedroht oder verloren gegangen ist. Diese Symptome können ein ernst zu nehmendes Alarmsignal sein, sich einem persönlichen Thema zu stellen und es zu bewältigen. Ängste und andere psychische Störungen können Hinweis und Motivation für dringend notwendige Veränderungen darstellen und Auslöser sein, erforderliche Kompetenzen zu entwickeln.

Jede Krise bedeutet zugleich eine Chance. Erfolgreich bewältigte Krisen befreien, stärken das Selbstvertrauen und die Psyche und vermitteln Zuversicht, Mut und Kraft für zukünftige Herausforderungen.

Eine Therapie bietet Gelegenheit

  • Gefühle wie Trauer, Schmerz, Wut u.a. zuzulassen und ihre Kraft zu erleben
  • Bedürfnisse, Wünsche, Ansprüche wahrzunehmen
  • Abschied zu nehmen von Illusionen
  • verleugnete Selbstanteile anzuerkennen und zu würdigen
  • Re-Inszenierungen und wiederkehrende Muster zu erkennen und aufzulösen
  • Unerledigtes aus der Vergangenheit abzuschließen und loszulassen
  • Unterschiedliche Wirklichkeiten zu akzeptieren

 

Bei Ihrer Auseinandersetzung mit Ihrer Problematik und der Bewältigung Ihres persönlichen Themas unterstütze ich Sie gerne. Ich biete Ihnen einen geschützten Rahmen, persönliche Aufgeschlossenheit, absolute Verschwiegenheit, fachliche Kompetenz und Zuwendung, Zeit für Sie und Ihr Anliegen sowie die Motivation, Ihr Thema so abzuschließen, dass es für Sie „rund“ ist und keine anhaltende Belastung mehr darstellt.

Mein therapeutisches Vorgehen ist nicht auf eine bestimmte Schulrichtung oder Therapie fixiert, sondern lösungsorientiert und integrativ. Meinen philosophischen Hintergrund bildet
die Humanistische Psychologie; dem gemäß orientiert sich mein therapeutisches Vorgehen
in erster Linie an Gestalttherapie und Klientenzentrierter Therapie (Gesprächspsychotherapie nach Rogers).
Je nach vorliegender Problematik bzw. Störung kommen darüber hinaus auch Methoden der Verhaltenstherapie zur Anwendung (z.B. bei Ängsten) sowie Kunsttherapeutische Methoden und Techniken der Systemischen Therapie.